Mittschnitt WDR Lokalzeit vom 27.08.2010

 

Westfälische-Nachrichten Fotos: Winfried Steggemann

 

WDR Lokalzeit Münsterland

 

Münsterlandzeitung Fotos: Anna-Lena Haget

 

 

Kreis Düren/Ahaus.

 

Nach der Unwetterkatastrophe im Münsterland hat die Kölner Bezirksregierung am Freitag auch die Feuerschutzbereitschaft Düren-Euskirchen in Alarmbereitschaft versetzt.

Am frühen Nachmittag versammelten sich über 130 Einsatzkräfte aus dem gesamten Kreis Düren und dem Kreis Euskirchen auf dem Gelände des Feuerschutztechnischen Zentrums (FTZ) in Stockheim, um im Konvoi mit rund 35 Fahrzeugen in den Kreis Borken aufzubrechen. Was genau sie in Ahaus erwartet? Wo sie eingesetzt werden? «Das entscheidet sich erst vor Ort», erklärte Kreisbrandmeister Hans-Jürgen Wolfram.

Im Münsterland waren in der Nacht zum Freitag stellenweise mehr als 160 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. In Ahaus waren nur noch wenige Straßen befahrbar, das Kanalnetz war überlastet, die Kläranlage ausgefallen. Insgesamt machten sich vier Löschzüge und ein Zug mit Spezialfahrzeugen auf in Richtung Krisengebiet, darunter auch das THW Hürtgenwald mit einem Motorboot. Koordiniert wurde der Einsatz vom FTZ aus. Wie lange der Einsatz dauert, ist vorerst noch offen. «Auf jeden Fall bliebt der Schutz der Bevölkerung im Kreis Düren zu jeder Zeit gewährleistet», versicherte Kreisbrandmeister Wolfram.

Aachener Zeitung online

 

 

Fotos Freiwillige Feuerwehr Hasselsweiler

 

Pressemitteilung des IM NRW:

 

In Teilen Nordrhein-Westfalens ist es durch Regenfälle zu massiven Überflutungen gekommen. Am stärksten betroffen von den Starkregenfällen und Starkwinden waren die Regierungsbezirke Münster und Detmold und hier besonders die Kreise Steinfurt und Borken sowie die Kreise Minden-Lübbecke, Herford und Lippe. Am Donnerstagnachmittag gab es gegen 15.00 Uhr eine amtliche Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes. Seit heute (27.08.), 14.07 Uhr hat der Deutsche Wetterdienst die Warnung aufgehoben. Das erklärte das Innenministerium in Düsseldorf.

 

Bei den rund 4.000 witterungsbedingten Einsätzen in dem Regierungsbezirken Münster und Detmold handelte es sich fast ausschließlich um Schäden durch lang anhaltende Regenfälle wie überflutete Keller und übergelaufene Regenrückhaltebecken. In Ahaus und Steinfurt fielen die Kläranlagen aus. In Bad Salzuflen entstanden zusätzlich Sturmschäden, wie abgedeckte Dächer und entwurzelte Bäume. Deutliche Verkehrsbehinderungen gab es im ganzen Einsatzgebiet durch Sperrung überfluteter Fahrbahnen und Bahnstrecken.

 

Besonderes Augenmerk wird derzeit auf möglicherweise noch ansteigende Flusspegel gelegt.

 

Die Krisenstäbe der Bezirksregierungen Münster und Detmold sowie die Einsatzleitungen der Kreise Steinfurt und Borken koordinieren die Arbeit der Rettungskräfte. Im Einsatz sind seit gestern inzwischen mehr als 4.200 Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr sowie zahlreiche Hilfsorganisationen und technische Einheiten der Polizei. Davon kommen im Regierungsbezirk Münster insgesamt ca. 2.400 Einsatzkräfte zum Einsatz (Kreis Steinfurt ca. 1.600, Kreis Borken ca. 800) und im Regierungsbezirk Detmold ca. 1.800 Hilfskräfte (davon u.a. ca. 720 im Kreis Minden-Lübbecke und ca. 440 im Kreis Herford). Zur Unterstützung der örtlichen Einsatzkräfte wurden aus dem ganzen Land Einheiten der überörtlichen Hilfe mobilisiert.

 

”Die Feuerwehren in NRW haben auch bei dieser Unwetterlage wieder einmal gezeigt, dass sie gut organisiert und auch solchen kurzfristigen Spitzenbelastungen gewachsen sind”, lobte Innenminister Ralf Jäger.