Originaltext aus dem Protokoll

 

Jahresbericht der Freiwilligen Feuerwehr Hasselsweiler 1991

Unser erster Einsatz im Jahre 1991 war ein Verkehrsunfall auf der K 5 zwischen Hasselsweiler u. Müntz. Alarmiert wurden wir um 12.05 Uhr. Die PKW-Fahrerin hatte die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren und schleuderte von der Straße in einen Graben. Der PKW blieb auf dem Dach liegen. Als wir eintrafen, war die Person jedoch schon aus dem PKW befreit. Schwerverletzt wurde sie ins KH-Jülich eingeliefert. Der Sachschaden belief sich auf ca. 25.000 DM.

Am Sonntag, den 12. Januar besuchten wir die Kameraden der Löschgruppe Katzem, die anläßlich ihres Feuerwehrballs eingeladen hatten. Zusammen mit unseren Ehefrauen, Freundinnen u. etlichen Privatpersonen aus unserem Ort verbrachten wir dort einen netten Abend.

Brand einer Strohmiete zwischen Titz u. Hasselsweiler lautete der Funkspruch am Abend des 16. Januar. Als wir am Einsatzort eintrafen, brannte die Strohmiete in voller Ausdehnung. Löschmaßnahmen waren sinnlos. Der Sachschaden wurde auf ca. 20.000,- DM geschätzt.

Am Samstag, den 2o. Januar 91 trafen sich die Mitglieder der Fr. Feuerwehr Hasselsweiler zur Generalversammlung in der Gaststätte „Dahmens Eck“ Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden H. Blaesen gedachten die 35 erschienenen Mitglieder zunächst den Verstorbenen des Vereins. Unter den Mitgliedern begrüßte der 1. Vorsitzende besonders den Löschgruppenführer HBM M. Roß sowie den ehemaligen Brandmeister der Löschgruppe M. Pistel. Zur Versammlung ließen sich Ortsvorsteher A. Mülfarth, der V: der V.V. Hasselsweiler M. Bläsen entschuldigen. Anschließend trug der 1. Schriftführer R. Holzportz die Ereignisse des letzten Jahres in Form eines Jahresberichts vor. Unter anderem ging daraus hervor, daß die Löschgruppe 1990 insgesamt 13 Einsätze mit einer Gesamtdauer von ca. 10 Stunden fuhr. Hinzu kamen unzählige Wespeneinsätze der Wehr. Im Berichtsjahr waren 3 Todesopfer, 2 Schwer und 1 Leichtverletzte Person zu beklagen. Der Sachschaden belief sich auf ca. 270.000 DM. An 20 Tagen wurden Übungs- bzw. Unterrichtsstunden abgehalten. Weiterhin folgte der Verein 21 Einladungen befreundeter Wehren u. Vereinen.

Zufriedenstellend war das Ergebnis des Kassenberichts, vorgetragen vom 1. Kassierer Manfred Kappertz für das Geschäftsjahr 1990. Den Kassierern wurde durch die Kassenprüfer eine ordnungsgemäße undsaubere Kassenführung bescheinigt. Nach dem Bericht der Kassenprüfer wurden die Kassierer von der Versammlung einstimmig entlastet. Die Entlastung des gesamten Vorstandes beantragte Georg Theune, der bei dieser Gelegenheit dem Vorstand für seine geleistete Arbeit recht herzlich dankte. Die Versammlung stimmte der Entlastung des Vorstandes einstimmig zu. Als neue Kassenprüfer für das Geschäftsjahr 1991 wurden Helmut Lieven u. Frank Düren gewählt. Als Ersatzmann Willi v. Berg.

Auf der Tagesordnung stand nun die Kirmes 90/91 Da die negative Bilanz der Kirmes 1990 wurde aufgeschlüsselt und der Versammlung unter anderem erklärt, daß der Verein auf eigene Kosten ein Karussel gemietet habe. Dies war erforderlich, da der Verein keinen Schausteller für die Platzbestückung verpflichten konnte, jedoch für die Kleinen Kirmesbesucher etwas anbieten wollte. Ebenso stellte man fest, daß die allgemeinen Kosten einer Kirmes stiegen, die Einnahmen jedoch stagnieren. Natürlich war man sich einig, daß auch 1991 wieder Kirmes gefeiert wird. Der Vorstand wird alle Vorschläge der Versammlung zur Verbesserung der Kirmes auswerten und in ihren Überlegungen einbauen.

Unter Punkt verschiedenes teilte der Vorsitzende der Versammlung mit, daß der Verein z. Zeit aus 158 Mitgliedern besteht. 25 Mitglieder sind aktiv in der Löschgruppe tätig, wobei 3 Kameraden der Jugendfeuerwehr der Gemeinde Titz zuzuordnen sind. Zum Schluß bedankte sich der Vorsitzende Hubert Blaesen bei allen Mitgliedern des Vereins, beim LG-Führer Martin Roß, bei allen aktiven der Löschgruppe, sowie bei den Geschäftsleuten rund um und in Hasselsweiler für die gute Zusammenarbeit im letzten Jahr und schloß die Versammlung gegen 21.40 Uhr, woran sich der gemütliche Teil anschloß.

Alle Vorbereitungen zum Karnevalsumzug, sowie zur Sitzung die am 26. Januar liefen auf vollen Hochtouren als am Golf der Krieg ausbrach. In anbetracht des Kriegsausbruches wurden fast alle Karnevalsveranstaltungen in der Bundesrepublik abgesagt. Auch die Vereinigten Vereine Hasselsweiler sagten alle Veranstaltungen ab.

Zu einem Kaminbrand am 20. Februar rückten wir um 18.10 Uhr nach Hompesch aus. Mit einem Pulverlöscher wurde der Brand gelöscht. Der Sachschaden belief sich auf ca. 250,- DM.

Da durch Änderung der Gesetzeslage in NRW der Gemeindebrandmeister der Gemeinde ab 01.03.91 für 6 Jahre neu zu bestellen war, lud Kreisbrandmeister Toni Mertens alle aktiven Kameraden der Fr. Feuerwehr der Gemeinde Titz zu einem Anhörungstermin für den 26. November 90 in die Bürgerhalle Hasselsweiler ein. Eine solche Anhörung dient dem KBM zur eigenen Meinungsbildung über etwäige Kandidaten, da er dem Rat der Gemeinde einen Befähigten, von den Kameraden der Wehr gewünschten Kandidaten zur Wahl vorstellen muß. Der Gemeinderat Titz entschied sich für unseren langjährigen Löschgruppenführer Martin Roß, und führte ihn als neuen Gemeindebrandmeister am 14. Februar `91 feierlich ein. Zu dieser Feier waren auch wir eingeladen und nahmen daran teil. Die Bestellung von Martin Roß machte es erforderlich, daß für die Löschgruppe Hasselsweiler ein neuer Löschgruppenführer benannt werden mußte. Während der Jahresauftaktversammlung der Aktiven am 18. März 1991 wählten die Kameraden aus ihren Reihen den bisherigen stelv. Löschgruppenführer Robert Holzportz zum neuen Löschgruppenführer der Löschgruppe Hasselsweiler. Als stellvertreter wurde Rolf Riemenschneider u. Michael Höfels gewählt. Die Löschgruppe bedankte sich beim scheidenden Gruppenführer M. Roß und überreichte ein Geschenk.

Zum Festabend anläßlich ihres 110- jährigen Bestehens hatte uns der MGV „Lätitia“ für Samstag den 09. März geladen. Wir besuchten den Jubelverein und nahmen am Festabend teil.

Durch Sirene u. FME alarmiert rückten wir am Morgen des 20. März gegen 8.40 Uhr zu einem Verkehrsunfall aus. Auf der L 266 vor Ralshoven wurde ein PKW, vermutlich durch zu hohe Geschwindigkeit aus einer Kurve getragen und war gegen einen Baum geprallt. Mit Schere und Spreitzer öffneten wir die Türen des PKW. Da die Beine des Fahrers im Pedalraum eingeklemmt waren, mußte die Vorderachse des PKW mit der Seilwinde nach vorne gezogen werden. Durch die Polizei erfuhren wir später, daß der Fahrer im Krankenhaus verstorben sei. Der Sachschaden ca. 20.000,- DM.

Vor Gevelsdorf auf der L 266 ereignete sich ein Verkehrsunfall am 24. März gegen 16 Uhr. Als wir eintrafen waren die Insassen befreit. Es waren 2 Schwerverletzte und ein Sachschaden von 19.000,- DM zu beklagen.

Eine Strohmiete und eine Feldscheune wurden am 04. April Raub der Flammen. Zur Strohmiete an der K 7 vor Gevelsdorf rückten wir um 9 Uhr aus. Ein Löschversuch war zwecklos. Zur Feldscheune in der Gemarkung Hasselsweiler, direkt 150 Meter hinter unserem Ortsrand, rückten wir um 22.30 Uhr aus. Auch dort gab es nichts mehr zu retten. Als wir eintrafen stürzte das Dach der Feldscheune bereits ein. Der Sachschaden: 25.000,- DM.

Um 12.14 Uhr rückten wir am 9. April zu einem großen Schadenfeuer nach Gut Isenkroidt aus. Dort brannten die Werkstatt, Obergeschoß, sowie ein Teil des Dachstuhls. Die Tankanlage wurde mit Schwerschaum gelöscht. Das Obergeschoß, sowie der Dachstuhl mit Wasser. Zur Unterstützung rückte die Drehleiter der Stadt Jülich an. Nach ca. 1 Stunde war das Feuer unter Kontrolle. Vorsorglich wurde dann bis ca. 16.30 Uhr eine Brandwache bereitgestellt. Der Sachschaden belief sich auf 100.000,- DM.

„Tag der offenen Tür“ hieß es am 14. April bei der Feuerwehr Oberzier. Wir besuchten die Kameraden zum Frühschoppen.

Fast einen ganzen Tag dauerte der Einsatz auf der Kläranlage Bettenhoven für verschiedene Löschgruppen unserer Gemeinde am Sonntag, den 21. April. Auch unser TLF kam zum Einsatz. Große Mengen Oel hatten die Kläranlage verschmutzt. Mit dem TLF wurden die Wände der Zuläufe zur Kläranlage gesäubert.

Dem versprochenen Besuch bei unserem Gründungsmitglied Fritz Krichel statteten wir ihm am 26. April ab. Wir luden Tische u. Bänke, sowie ein Fäßchen Bier in unser TSF und besuchten ihn. Er hatte bestens für feste Nahrung gesorgt. Es war ein gemütlicher Abend.

Der MGV „Lätitia“ veranstaltete am 30. April innerhalb der Festlichkeiten zur Frühkirmes den „Tanz in den Mai“, sowie am 01. Mai einen Familientag. Wir nahmen an allen Festlichkeiten teil und begleiteten sie bei der Gefallenenehrung am 04. Mai.

Auf Vatertag, dem Christi- Himmelfahrtstag am 09. Mai starteten wir unsere alljährliche Radtour. Sie führte uns an den Tagebau Hambach. Wir besichtigten den Platz, wo sich noch vor nicht all zu langer Zeit der Ort Lichsteinstraß stand. Weiter ging unsere Fahrt über Elsdorf nach Puffendorf zum Schloß. Dort besuchten wir die Ausstellungsräume der Rheinbraun und gingen im Gasthaus gut essen. Wieder in Hasselsweiler angelangt trafen wir uns mit unseren Familien zum grillen. Die Tour war vielleicht etwas anstrengend, aber insgesamt ein schöner Tag.

Samstag, 18 Mai, 15.20 Uhr Sirenenalarm. Kaminbrand in Spiel lautete der Funkspruch. Als wir eintrafen, stellten wir fest, daß der Kamin nicht brannte, sondern nur verstopft war. Mit einem Kehrgerät säuberten wir.

Auf Pfingstsonntag, den 19. Mai begleiteten wir unsere Kameraden aus Opherten beim Festzug.

Nur durch FME alarmiert, rückten wir am 29. Mai zur Säuberung einer Straße mit dem TLF aus.

Die Frohnleichnamsprozession zog am 30 Mai durch unseren Ort. Wir begleiteten sie mit unserer Standarte und trugen den Himmel.

Den Raiffeisenpokal der Raiffeisenbank Lövenich-Linnich bestritten wir am Samstag, den 1. Juni in Katzem. Dort belegten wir den 6. Platz. An diesem Wettbewerb nahmen die Kameraden: Rolf Riemenschneider, Michael Höfels, Martin Roß, Markus Corsten, Michael Corsten, Wolfgang Schulz, Robert Rahmen, Christoph Wirtz und Guido Braun teil.

Anläßlich seiner Vermählung mit Beate Guillium am 15. Juni, lud uns Kamerad Jürgen Langen zum Umtrunk am 07. Juni in die Bürgerhalle ein.

Der Einladung der St. „Gereon“ Schützenbruderschaft Spiel folgend besuchten wir in der Zeit vom 15. – 17. Juni die Kirmes in Spiel.

Trotz Regens am Donnerstag, den 20 Juni rückten wir mit dem TLF zu einem Brand in die Feldgemarkung zwischen Kalrath u. Kirchherten aus. In einem Rübenblattsilo brannten alte Dachlatten.

Eine Abordnung unseres Vereins besuchte am Samstag, den 29. Juni, die Eheleute Bernd Becker. Anläßlich ihrer Silbernen Hochzeit hatten sie uns zum Mitfeiern eingeladen. Wir überbrachten ein Geschenk.

Erstmalig veranstaltete veranstaltete der Ort Hompesch ein Dorffest vom 29. – 30. Juni. Der Bitte der Organisatoren am Sonntag dort eine Schauübung zusammen mit den Löschgruppen aus Müntz u. Titz zu veranstalten kamen wir gerne nach.

Den Auftakt einer Serie von Brandstiftungen in unserer Gemeinde bildete vielleicht schon unser Einsatz am 12. Juli gegen 0.00 Uhr. Wir wurden zu einem Brand einer Strohmiete an der K 5 gerufen. Mit dem Schnellangriff des TLF`s hielten wir vorsorglich das trockene abgemähte Gras des Feldweges naß. Die Miete konnte nicht mehr gerettet werden. Der Sachschaden belief sich auf ca. 8.000,- DM.

Am frühen Morgen des 15. Juli ertönte unsere Sirene um 1.20 Uhr. Wohnungsbrand in Rödingen lautete der Funkspruch der Leitstelle. Wir rückten mit beiden Fahrzeugen aus. Der hintere Gebäudeteil eines Einfamilienhauses brannte. Wir leuchteten die Einsatzstelle aus und bekämpften das Schadensfeuer. Sachschaden ca. 200.000,- DM.

In der nächsten Nacht wurden wir um 0:20 Uhr alarmiert. Diesmal lautete der Funkspruch: Wohnhausbrand in Titz. Als wir eintrafen brannte das Erdgeschoß in voller Ausdehnung. 2 Trupps unter PA versuchten das Obergeschoß nach Verletzten abzusuchen. Die eingesetzten Trupps fanden den Mieter des Hauses mit schweren Brandverletzungen. Der Notarzt, der sich sofort um den Verletzten kümmerte, konnte jedoch deren Tod nicht verhindern. Der Sachschaden belief sich auf 150.000,- DM.

Zu einem weiteren Großbrand rückten wir Sonntagfrüh am 28. Juli gegen 0:45 nach Ameln aus. Eine Lagerhalle der Fa. Wadrin brannte in voller Ausdehnung. Ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäudeteile konnte verhindert werden. Für die Gemeinde Titz wurde Ringalarm ausgelöst. Von der Stadt Jülich wurde zur Unterstützung die Drehleiter und ein TLF angefordert.

Da mit Atemgiften gerechnet wurde, rückte der Atemschutzgerätecontainer der KBZ-Stockheim, sowie der Meßwagen der LG Oberzier ebenfalls an. Da in der brennenden Halle, Gott sei Dank, zu diesem Zeitpunkt keine chemischen Stoffe gelagert wurden, kam der Meßwagen nicht zum Einsatz. Nach ca. 4 Stunden rückten wir wieder ein. Der Sachschaden belief sich auf ca. 200.000,- DM. Entstehungsursache auch hier wieder Brandstiftung.

Den Festzug in Kalrath anläßlich des Feuerwehrfestes begleiteten wir am 17. August 91.

Zur Alarmübung rückten wir am Samstag, den 24. August nach Rödingen aus. Nach Beendigung der Übung fuhren wir nach Güsten. Die dortigen Kameraden hatten zum Dämmerschoppen geladen. Zur Fahrzeugschau und einer Schauübung fuhren wir Sonntags wieder nach Rödingen. Wir demonstrierten unser Können und zerschnitten 2 Fahrzeuge.

Der Einladung der Kameraden aus Welldorf folgend, nahmen wir an deren Festzug am Samstag, den 31. August teil.

Wieder gegen Mitternacht am 3. September rückten wir gegen 23:55 Uhr zu einer erneuten Brandstiftung nach Ameln aus. Dort wurde ein landwirtschaftliches Anwesen in Brand gesetzt. Als wir in Ameln auf der Hauptstr. Eintrafen brannten dort ca. 30 t Gerstenstroh, sowie ein Teil der Schuppen. Das Stroh wurde soweit möglich abgelöscht und aufs Feld gefahren. Nachbarbauten wurden naß gehalten. Der Sachschaden belief sich hier auf ca. 100.000,- DM.

Ein starkes Unwetter am 07. August machte einen Einsatz in Kalrath erforderlich. Wir säuberten dort durch Schlamm stark verschmutzte Straßen.

Organisiert durch einen Kameraden unserer Wehr, besuchte uns am Freitag, den 09. August die Fa. Knauber-Gas. Die Techniker dieser Firma unterrichteten uns im Umgang mit Gase. Wir unternahmen selbst einige Löschversuche und erlernten viele Tips um Gasflaschen mit einfachen Mitteln abzudichten. Ein Ölalarm auf der Kläranlage störte diese Veranstaltung jedoch. 4 Kameraden rückten aus. Der Sachschaden betrug 10.000,- DM.

Mit 3 Mann Besatzung rückte unser TLF zur Beseitigung einer Ölspur am Dienstag, den 13. August gegen 22:00 Uhr zur K 1 aus. Sachschaden 1.000,- DM.

Genau am Sonntag, den 18. August um 12:00 Uhr Mittags ertönte die Sirene in unserem Ort. Brand einer Lagerhalle in Spiel, Gereonstr. Lautete die Information durch die Leitstelle. Als wir eintrafen brannte ein Teil der Dachhaut. Wir löschten mit einem C-Rohr ab. Nur dem wachsamen Auge eines Motoradfahrers, der das Feuer sah und sofort meldete, ist es zu verdanken, daß der Brand sich bei unserem eintreffen noch in der Entstehungsphase befand. Größere Schäden konnten dadurch vermieden werden. Der Sachschaden belief sich auf ca. 1.000,- DM. Auch auch stellte die Kripo Brandstiftung fest.

Brand zwei mit Stroh beladenen Anhängern war der Grund der Alarmierung am Sonntag, den 01. September gegen 22.00 Uhr. Wir rückten in die Feldgemarkung zwischen Gevelsdorf und der A 44 aus. Ein Löschversuch war zwecklos. Der Sachschaden belief sich auf ca. 20.000,- DM.

Am Montag, den 2. September rückten wir gegen 13:10 Uhr zum Altenheim nach Müntz aus. Ausungeklärter Ursache war ein Komposthaufen im Garten des Altenheims in Brand geraten.

Ihre Dreistigkeit bewiesen der, oder die Brandstifter gegen 23:00 Uhr des gleichen Tages in Hasselsweiler. Die letzte schmucke Feldscheune an der Südseite unseres Ortes, direkt am Ortseingang stand in Flammen. Der Sachschaden ca. 100.000,- DM.

Die letzten Vorbereitungen zum Feuerwehrfest liefen, als wir zu einem Verkehrsunfall am Samstag, den 07. September gegen 15:10 Uhr alarmiert wurden. Der Unfall ereignete sich auf der L 12 zwischen Ameln u. Rödingen. Da die eingeklemmte Person vor unserem eintreffen befreit war, brachen wir den Einsatz vor Ameln ab. Sachschaden ca. 20.000,- DM. 1 Schwerverletzte Person.

Zum Feuerwehrfest hatten wir für die Zeit vom 21.-23. September geladen. Wir eröffneten unser Fest mit einem Fackelzug, gestiftet von der KR SPK Düren, Zweigstelle Ameln am Samstag um 19.30 Uhr. Nach der Messe für die Lebenden und Verstorbenen am Sonntagmorgen gedachten wir am Ehrenmal den Gefallenen und Vermißten beider Weltkriege. Mit musikl. Begleitung zogen wir anschl. Zum Festzelt, wo wir von vielen Gästen schon erwartet wurden. Grund hierfür war die offizielle Übergabe des Gerätewagens „Gefahrgut“ an die Feuerwehr der Gemeinde Titz und etliche Ehrungen. Nach den Ansprachen des Gemeindedirektors H. Kleinen, unseres Bürgermeisters W. Lieven sowie KBM Dunger übergab Heinz Kleinen die Schlüssel an den Gemeindebrandmeister Martin Roß. Dieser bedankte sich für das Fahrzeug und gab die Schlüssel, da das neue Fahrzeug in Hawei seinen Standort erhalten wird an den LG-Führer Robert Holzportz weiter. Holzportz bedankte sich im Namen seiner Kameraden und Versprach den Anwesenden, daß die Löschgruppe sich möglichst schnell mit dem auch für sie neue Materie Gefahrgut vertraut machen werde, um wenn nötig, wie gewohnt helfen zu können. Beförderungen und Ehrungen gab es in diesem Jahr auch. Wir freuten uns sehr, daß auch aus unseren Reihen ein Kamerad durch den Innenminister des Landes NRW eine Auszeichnung für 25 Jahre aktiven Dienst erhielt. Im Auftrag wurde unserem Kameraden Georg Theune durch unseren Gemeindedirektor das Feuerwehr-Ehrenabzeichen in Silber verliehen. Zum Schluß des offiziellen Teils lud Ortsvorsteher Anton Mülfarth alle Uniformierten zu einem Bier ins Festzelt ein, wo nun der musikl. Frühschoppen stattfand. Der große Festzug durch unseren Ort begann um 18.30 Uhr. An diesem nahmen neben unseren Gründern u. ehemaligen aktiven Kameraden, wieder 4 Musikgruppen und viele Gastvereine teil. Der Feuerwehrball schloß sich dem Festzug an und beendete den Sonntag. Für Montag, den 16. September waren die Kinder unseres Ortes um 16:00 Uhr zur Kinderbelustigung geladen. Der Klompenzug zur Abholung des Klompenprinzen Jörg Nieveler und des Klompenkönigpaares Annelise u. Dolfi Werners setzte sich gegen 18.00 Uhr in Bewegung. Die Majestäten durften sich einer regen Beteiligung seitens der Ortsbevölkerung freuen. Wieder im Festzelt angelangt startete der Klompenball mit Prämierung und großer Verlosung. Die Jury kürte zum Klompenprinzen Thomas Theune. Auf Platz 2 folgte Maria Rahmen. Platz 3 teilten sich Christiane Theune u. Stefanie Werners. Zum Klompenkönigspaar wurden Agi u. Hubert Blaesen gewählt. Platz 2 ging an Georg u. Luise Theune und Platz 3 sicherten sich Karin u. Willi v. Berg. Für die Gewinner des Hauptpreises stand eine Gartenmöbelgarnitur bereit. Spender der Zugmusik für den Klompenzug im nächsten Jahr sind Monika und u. Hans Nieveler. An allen 3 Tagen herrschte nicht zuletzt durch die neu verpflichtete Band „Rainbow“ eine tolle Stimmung. Zur Erstaufführung kam am Sonntag dann auch das neue Lied unserer Löschgruppe mit dem Titel: Un wenn der Pipser jeht“. Beeindruckt vom Gesang der blauen Jungs wurden von den Gästen mehrere Zugaben gefordert.

Den Festzug in Jackerath begleiteten wir am Sonntag, den 29. September. Anläßlich der Dorfkirmes waren wir hierzu eingeladen

Das Leistungsabzeichen für Feuerwehren des Landes NRW wurde von der KBZ-Stockheim am 3. Oktober durchgeführt. Folgende Kameraden nahmen daran teil: Martin Roß, Robert Holzportz, Wolfgang Schulz, Michael Corsten, Hans Diederichs, Michael Höfels, Stefan Wirtz, Paul Willms, Manfred Kappertz u. Robert Rahmen. Bronze erhielten die Kameraden: Michael Corsten, Wolfgang Schulz u. Stefan Wirtz. Robert Rahmen erhielt Silber.

Am Sonntag, den 12. Oktober vermählte sich unser aktives Mitglied Guido Braun mit Silke Kalkbrenner. Wir gratulierten u. überbrachten ein Geschenk.

Den St. Martins-Zug durch unseren Ort am 8. November begleiteten wir wie in jedem Jahr und übernahmen die Zugsicherung.

Durch Sirene alarmiert rückten unsere Fahrzeuge am Mittwoch, den 23.10.91 gegen 13:00 Uhr zur Autobahnabfahrt nach Titz aus. Die Ladung eines LKW war in Brand geraten. Der Brand wurde abgelöscht. Der Sachschaden ca. 50.000,- DM.

Über den Funkspruch der Leitstelle am Freitag, den 15. November gegen 17:00 Uhr wunderten sich einige Kameraden sehr, da dieser lautete: Fahren sie nach Hompesch, dort steht ein Pferd im Schwimmbad. Aber es war tatsächlich so. Ein Pferd war aus seinem Stall ausgebrochen und in das ebenerdig eingelassene Schwimmbad gestürzt. Wir pumpten das Wasser ab und befreiten das Tier.

Die Gedenkstunde des Volkstrauertags begleiteten wir am 16. November.

Zu einem Verkehrsunfall rückten wir am Abend des 22. November gegen 20:10 Uhr nach Höllen aus. Dort war ein PKW gegen einen Baum geprallt. Zwecks Spurensicherung durch die Polizei leuchteten wir die Unfallstelle aus. 1 Schwerverletzter und ein Sachschaden von ca. 25.000,- DM.

Großalarm für die Gemeinde Titz aufgrund der Jahresabschlußübung am 07. Dezember. Wir rückten mit allen Fahrzeugen aus und zeigten unser Können bei einem simulierten Gefahrgutunfall.

Die Weihnachtsfeier der Aktiven startete am 14. Dezember in den Räumlichkeiten der Familie Rahmen. Natürlich waren unsere Ehefrauen und Freundinnen hierzu eingeladen. Stimmung brachten neben Nikolaus und Hans-Muff, auch die gegenseitigen Geschenke der Kameraden. Auch unsere besseren Hälften wurden mit Geschenken bedacht.

Die Löschgruppe rückte in 1991 insgesamt zu 32 Einsätzen aus. Hinzu kamen etliche Wespeneinsätze. An 23 Tagen wurden Übungs u. Unterrichtsstunden abgehalten. 16 mal nahm die Löschgruppe Einladungen anderer Wehren u. Vereinen war. Der Sachschaden belief sich auf insgesamt 1.100.000,- DM Zum Berichtsjahr waren 2 Todesopfer, 4 Schwerverletzte, sowie 2 Leichtverletzte Personen zu beklagen.

Etliche Lehrgänge auf Gemeinde u. Kreisebene wurden von unseren Kameraden belegt. Den Truppmann I-Lehrgang von Michael Corsten, Markus Corsten, Christoph Wirtz und Stefan Wirtz. Den Truppmann II-Lehrgang von Robert Rahmen, Mathias Diederichs u. Wolfgang Schulz. Den Truppführer-Lehrgang von Michael Höfels. Den GSG I-Lehrgang von Rolf Riemenschneider, Michael Höfels, Hubert Blaesen u. Robert Holzportz. Den Maschinisten-Lehrgang von Stefan Wirtz. Den Maschinisten-Lehrgang Fortbildung von Paul Willms und Josef Holzweiler. Den Atemschutzgeräteträger-Lehrgang von Robert Rahmen u. Christoph Wirtz. Zum Oberfeuerwehrmann wurden Wolfgang Schulz, Mathias Diederichs u. Robert Rahmen befördert. Zum Unterbrandmeister Michael Höfels.

Der Verein besteht aus 166 Mitgliedern. 24 Mitglieder gehören der aktiven Löschgruppe an, wobei 1 Kamerad der Jugendfeuerwehr der Gemeinde Titz zuzurechnen ist.

 

 

Hasselsweiler, den 25. Januar 1992

R. Holzportz             H. Blaesen

1. Schriftführer                        1. Vorsitzender