Originaltext aus dem Protokoll

 

Jahresbericht der Freiwilligen Feuerwehr Hasselsweiler 1993

Der erste Einsatz im Jahre 1993 führte unsere Wehr nach Rödingen. Über FME alarmiert rückte nur unser TLF am Donnerstag, den 7. Januar gegen 21.45 Uhr aus. Eine Strohmiete war durch Brandstiftung in Brand geraten.

Plötzlich und unerwartet verstarb am 08. Januar unser Gründungsmitglied Fritz Krichel. Wir stellten eine Ehrenwache und trugen ihn am 12.01. zu Grabe. Als äußeres Zeichen unserer Trauer legten wir einen Kranz nieder.

Am Samstag, den 09. Januar besuchten wir unsere Kameraden aus Katzem. Diese hatten uns zu ihrem Feuerwehrball eingeladen. Zusammen mit unseren Ehefrauen u. Freundinnen besuchten wir sie gerne.

Zum Altentag waren unsere Senioren für Sonntag, den 10. Januar geladen. Wir stellten den Fahrdienst.

PKW-Brand auf der B 55 lautete der Funkspruch der Kreisleitstelle am Abend des 22. Januar 93. Unser TLF rückte zur Einsatzstelle aus. Mit dem Schnellangriff löschten wir den PKW ab. Der Sachschaden belief sich auf ca. 40.000,- DM.

Zur Generalversammlung trafen sich die Mitglieder der Feuerwehr am Samstag, den 23. Januar 1993 in der Gaststätte Dahmen`s Eck. Nach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden Hubert Blaesen, gedachten die 34 erschienenen Mitglieder zunächst den Verstorbenen des Vereins. Ganz besonders begrüßte er den ehemaligen Brandmeister Mathias Pistel, den Gemeindebrandmeister Martin Roß, sowie den Vorsitzenden der Vereinigten Vereine Martin Bläsen. Zur Versammlung ließen sich Ortsvorsteher Anton Mülfarth und Bürgermeister W. Lieven MdL entschuldigen. Anschließend wurde der Jahresbericht durch den ersten Vorsitzenden Robert Holzportz verlesen. Unter anderem ging daraus hervor, daß die Löschgruppe im Berichtsjahr zu 9 Einsätzen gerufen wurde. An 18 Tagen wurden Übungs bzw. Unterrichtsstunden abgehalten. Weiterhin folgten die Wehrleute 13 Einladungen befreundeter Wehren oder Vereinen. Zufriedenstellend war das Ergebnis des Kassenberichts, vorgetragen vom 1. Kassierer Manfred Kappertz. Dem Kassierer wurde durch die Kassenprüfer eine ordnungsgemäße und saubere Kassenführung bescheinigt. Kassenprüfer Wielibald Pickartz beantragte die Endlastung der Kassierer und des Vorstandes. Diesem Antrag folgte die Versammlung einstimmig. Als neue Kassenprüfer für das Geschäftsjahr 1993 wählte die Versammlung Frank Düren, Günter Klän und als Ersatzmann Mathias Schmitz. Unter Punkt Verschiedenes wurde das Feuerwehrfest 1992 besprochen. Hubert Blaesen teilte der Versammlung mit, das die Veranstaltung 1992 für die Vereinskasse zu einem positivem Ergebnis geführt hat. Durch gezielte Einsparungen und einen neu eingeführten Wettbewerb für Feuerwehren u. Ortsvereine habe man dieses gute Ergebnis erzielen können. Für das Feuerwehrfest `93 vom 18.-20. September, verfolgte der Verein die gleiche Strategie. Alle Verträge sind bereits unter Dach u. Fach. In diesem Zusammenhang bedankte sich der Vorsitzende bei den aktiven Kameraden für ihre hervorragende Mitarbeit, sowie bei allen Freunden u. Gönnern des Vereins für ihre Unterstützung im Jahre 1992. Kassierer Manfred Kappertz laß die einzelnen Soll u. Habenpositionen des Feuerwehrfestes vor. Man stellte fest, daß neben der Kapelle, die GEMA ein großer Kostenbetrag ist. Da die GEMA bereits mehrfach unsere Angaben korregiert hat, darf man davon ausgehen, daß diese in den einzelnen Orten o. Gemeinden Mitarbeiter beschäftigt, deren Aufgabe es ist, Meldungen über Abläufe der einzelnen Festlichkeiten, abzugeben. Hans Schiller kritisierte den Termin des Feuerwehrfestes. Er sei mit der Regelung, daß das Feuerwehrfest vom 1 auf das 3. Wochenende im September verlegt wurde nicht einverstanden. Er wolle wissen, weshalb nicht wieder traditionsgemäß, das Feuerwehrfest am ersten Wochenende im September stattfindet. Der Vorstand erklärte daraufhin folgendes:

1.)         Die Verlegung beruhe im wesentlichen darauf, daß unser Zeltwirt mit dem unser Verein bereits seit 1978 sehr gut kooperiert am ersten Wochenende im September sein Geschäft aufgrund anderer Vertragsverpflichtungen nicht zur Verfügung stellen kann.

2.)         In wirtschaftlicher Hinsicht liegt das 3 Wochenende bedeutend besser als das 1 Wochenende, da wir keine Doppelbelegung mit Festlichkeiten in anderen Orten unserer Umgebung haben.

3.)         Punkt 2.) wirkt sich natürlich auch positiv auf die Bestückung des Festplatzes mit Schaustellern aus.

4.)         Auf der Generalversammlung vom 26.01.1980, stimmten die Mitglieder bereits einer Verlegung der Kirmes zu. Seit 1989 wurde nach Zustimmung durch den Rat der Gemeinde Titz der Kirmestermin in Hasselsweiler auf das 3. Wochenende verlegt. Das Marktverzeichnis des Kreises Düren wurde entsprechend geändert.

Martin Bläsen bedankte sich im Namen der V. V. Hasselsweiler für die gute Zusammenarbeit im Jahre `92 Er stellte fest, daß die Feuerwehr immer zur Mitarbeit bereit sei, wenn man Hilfe u. Unterstützung benötige. Mathias Pistel fragte, wie weit der Bau des neuen Gerätehauses sei, und ob bereits ein Termin für die Einweihung festgelegt sei. Gemeindebrandmeister Martin Roß teilte der Versammlung daraufhin den Stand der Bauarbeiten am neuen Gerätehaus mit. Er erwartet die Fertigstellung noch im ersten Halbjahr dieses Jahres. Ein Einweihungstermin kann zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht festgelegt werden. Zum Schluß dankte der Vorsitzende allen Anwesenden für ihr erscheinen zur Generalversammlung und schloß diese gegen 21.30 Uhr, woran sich der gemütliche Teil anschloß.

In den Mittagsstunden des 25.02.93 heulten in unserer Gemeinde die Sirenen. Durch einen technischen Defekt brannte es in der Gaststätte Mahr in Müntz. Als wir am Objekt eintrafen, brannten der Schankraum, sowie das Treppenhaus in voller Ausdehnung. Mit 4 eingesetzten C-Rohren konnte eine Brandausbreitung auf andere Gebäudeteile erfolgreich verhindert werden. Der Sachschaden belief sich auf ca. 100.000,- DM.

Gegen 23.00 Uhr am Freitag, den 05.03.93 rückten wir durch Sirene und FME alarmiert zu einem Verkehrsunfall zur B 55n zwischen den Anschlußstellen Rödingen u. Welldorf aus. Höchste Eile war geboten, da laut Funkspruch der PKW brannte. Der PKW konnte jedoch vor unserem eintreffen abgelöscht werden. Was war geschehen: Ein jung verheiratetes Ehepaar aus Jülich war auf regennasser Fahrbahn mit ihrem PKW von der Fahrbahn auf den Grünstreifen geraten und anschließend mit voller Wucht gegen einen Brückenpfeiler geprallt. Wir konnten den schwerverletzten Fahrer befreien und dem Notarzt zur weiteren medizinischen Behandlung übergeben. Für die junge Frau jedoch kam jede Hilfe zu spät. Wir bargen den Leichnam aus den Trümmern. Der Sachschaden belief sich auf ca. 30.000,- DM.

Zu einem PKW-Brand rückten wir am Mittwoch, den 17.03. gegen 13.00 Uhr zur Auffahrt der BAB 44 zwischen Gevelsdorf und Titz aus. Durch einen Vergaserbrand war der PKW in Brand geraten. Sachschaden ca. 40.000,- DM.

Der Einladung zum „Tag der offenen Tür“ der Löschgruppe Oberzier folgten wir am Sonntag, den 04.04.1993.

Die Frühkirmes des MGV „Lätitia“ Hasselsweiler besuchten wir vom 08.-09.05.93. Wir nahmen an der Gefallenenehrung, sowie am anschließenden Festzug teil.

Die interne Einweihungsparty unseres neuen Gerätehauses fand am Samstag, den 15. Mai statt. Zu dieser Party waren neben den aktiven Kameraden auch all die fleißigen Hände des Bauhofs der Gemeinde eingeladen. Unsere Ehefrauen bzw. Freundinnen feierten natürlich auch mit.

Den „Tag der offenen Tür“ unserer Kameraden aus Titz besuchten wir am Sonntag, den 16.05.93.

Die Vatertagstour am Christi-Himmelfahrtstag des Jahres führte uns per Fahrrad, über Titz, Holzweiler, Kuckum nach Wanlo, wo im Rittergut zu Mittag gegessen wurde. Gestärkt ging es weiter über Immerath nach Jackerath. Die Kameraden aus Jackerath feierten ihren “Tag der offenen Tür“. Nach kurzer Pause ging es von Jackerath über Opherten zu unserem Gerätehaus zurück. Zusammen mit unseren Familien wurde zum Ausklang des Tages gegrillt.

Vom 05.-06. Juni feierten wir die offizielle Übergabe unseres neuen Gerätehauses, verbunden mit einem „Tag der offenen Tür“. Um 11:00 Uhr am Samstag, den 05. Juni wurde das Gerätehaus durch unseren Bürgermeister Wilhelm Lieven MdL, sowie Herrn Gemeindedirektor Heinz Kleinen offiziell an die Feuerwehr der Gemeinde Titz übergeben. Wilhelm Lieven betonte, daß der Weg zum neuen Gerätehaus sehr mühsam u. langwierig war. Doch dann habe man zügig gearbeitet und mit Unterstützung der örtlichen Feuerwehrleute, dem Titzer Bauhof und den bauausführenden Firmen den Neubau errichtet. Gemeindedirektor Kleinen berichtete über die Kosten und zeigte die baulichen Gegebenheiten des Gebäudes auf. Gemeindebrandmeister HBM Martin Roß bedankte sich bei Rat und Verwaltung für diesen feuerwehrerfreulichen Meilenstein und übergab die Schlüssel an den Löschgruppenführer BM Robert Holzportz. Dieser versicherte den Anwesenden, daß die gesamte Löschgruppe nach monatelanger Mitarbeit zur Vollendung des Hauses stolz sei und es in Ehren halten werde. Nach der Ansprache des Ortsvorstehers Anton Mülfarth, segnete Pfarrer Dieter Telorac das Gerätehaus ein. Bürgermeister Lieven bedankte sich zum Schluß bei Herrn Konrad Blaesen und Karl Höfels, die es ermöglichten, daß die Löschfahrzeuge auf ihrem Gelände so lange untergestellt werden konnten, bis das neue Haus fertig war. Beide erhielten einen Wappenteller der Gemeinde. Nach der Feierstunde waren alle Anwesenden zu einem kleinen Imbiß eingeladen. Um 18:00 Uhr startete dann das Tauziehen der Feuerwehren. Den ersten Platz sicherte sich die Löschgruppe aus Hottorf. Der sich anschließende Dämmerschoppen mit Hexen war ein voller Erfolg. Man feierte bis in den frühen Morgen hinein. Mit einem musikl. Frühschoppen gestaltet durch das Tambourcorps Boslar startete man gegen 11.00 Uhr in den Sonntag. Während des ganzen Tages waren Feuerwehrfahrzeuge und Geräte zu besichtigen. Für das leibliche Wohl war in Form von Cafeteria, Imbiß und Bierpavillion gesorgt. Erstmalig wurden auch Pommes zum Verkauf angeboten, die reißenden Absatz fanden. Durch Hüpfburg, Kinderkino, Malwettbewerb, Torwandschießen, Löschwettbewerb, Spielecke usw. fühlten sich auch unsere kleinen Besucher bei uns recht wohl.

Um 23.30 am Samstag, den 22.05.93 rückten wir erneut zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person nach Rödingen aus. Die Person konnte nach Befreiung schwerverletzt dem Notarzt zugeführte werden. Der Sachschaden belief sich auf 30.000,- DM.

Unser im Jahre 1992 in Dienst genommenes Gefahrgutfahrzeug kam am Dienstag, den 31.05.93 zu seinem ersten Bestimmungsgemäßen Einsatz. In der Feldgemarkung zwischen Hasselsweiler u. Gevelsdorf wurde ein Faß mit anfänglich noch unbekanntem Inhalt gefunden. Das Faß wurde sichergestellt und auf den Bauhof der Gemeinde gebracht. Hierbei handelte es sich um ein noch original verschlossenes 50 liter Faß Diesolit. Der Verursacher konnte noch nicht ermittelt werden. Die Kosten für Feststellung des Inhalts, sowie die Entsorgung wurden auf ca. 5.000,- DM geschätzt.

Zu einem weiteren Verkehrsunfall rückten wir am Donnerstag, den 10.06 um 8.10 Uhr nach Ameln aus. Als wir eintrafen war die Person bereits aus ihrem PKW befreit. Sachschaden ca. 30.000,- DM.

Gleich zwei Einladungen lagen uns für das Wochenende vom 19.-20. Juni vor. Zunächst besuchten wir am Samstag, den 19.06.93 die Kameraden aus Hottorf. Anläßlich ihres 60-jährigen Bestehens hatten sie uns zu einem Festkommers und zum Festzug eigeladen. Das Schützenfest in Spiel besuchten wir dann am Sonntag, den 20. Juni. Wir nahmen an der Gefallenenehrung sowie am Festzug um 19.00 Uhr teil.

Mit dem Löschwasservorrat unseres TLF löschten wir einen weiteren PKW-Brand am 02.07. um 21.45 Uhr auf der L 241 ab. Als wir eintrafen brannte der PKW bereits in voller Ausdehnung. Sachschaden ca. 30.000,- DM.

Am Sonntag, den 04.07.93 begleiteten wir den Festzug in Katzem. Die dortigen Kameraden hatten uns zum Feuerwehrfest eingeladen.

Den Einsatz abbrechen konnten wir nach halber Fahrtstrecke am Donnerstag, den 22.07. Auf freiem Feld brannte in der Feldgemarkung Rödingen eine Strohmiete. Jeder Löschversuch war sinnlos. Entstanden war der Brand durch Blitzeinschlag.

Zu einem „Tag der offenen Tür“ hatte die Löschgruppe Rödingen eingeladen. Wir besuchten die Kameraden am Sonntag, den08.08.93 und stellten unser Können bei einer Schlauchübung unter Beweis. Simuliert wurde ein Gefahrstoffunfall auf der Straße. Wir demonstrierten den Anwesenden Zuschauern das schwierige Arbeiten unter Vollschutz und ernteten als Dank einen großen Applaus.

Die Gefallenenehrung mit anschließendem Festzug begleiteten wir am Sonntag, den 15.08 in Kalrath.

Zum Frühschoppen besuchten wir unsere Kameraden aus Güsten. Anlaß hierfür war deren „Tag der offenen Tür“ am 22. August 93.

Den Raiffeisenpokal der Raiba Loevenich-Linnich am 28. August für Feuerwehren bestritten die Kameraden: Michael Corsten, Hubert Blaesen, Hans Diederichs, Paul Willms, Mathias Diederichs, Michael Höfels, Martin Roß Stefan Wirtz u. Christoph Wirtz und Robert Holzportz. Austragungsort war Baal. Angetreten waren 8 Löschgruppen. Wir belegten im feuerwehrtechnischen Teil Platz 2 und im sportlichen lustigen Teil Platz 3. Beim feiern waren wir jedoch wie meistens die Nummer eins und verließen als letzte Löschgruppe den Austragungsort.

Der mit uns eng befreundete Instrumental-Musikverein Loevenich richtete das Kreismusikfest vom 28.-29 August 1993 aus. Auch hierzu waren wir eingeladen.

Kellerbrand auf „Gut Bettenhoven“ lautete der Funkspruch am Sonntag, den 28. August 93. Um 12.15 durch Sirene und FME alarmiert rückten wir nach Bettenhoven aus. Dort brannten in einem Lagerraum Holzpaletten und Verpackungsmaterial. Der Brand konnte durch das schnelle eingreifen der Feuerwehr auf den Entstehungsraum begrenzt werden. Der Sachschaden wurde mit 5.000,- DM geschätzt.

Zur Goldhochzeit gratulierten wir den Eheleuten Karl Schockert am 08. September und den Eheleuten Konrad Lüpchen am 15. September recht herzlich und überbrachten ein Geschenk.

Unser Feuerwehrfest veranstalteten wir vom 18.-20. September im Festzelt. Zunächst feierten wir am Samstag, den 18.09. um 19.00 Uhr die Hlg. Messe für die Lebenden u. Verstorbenen der Freiwilligen Feuerwehr Hasselsweiler. Gegen 20.00 Uhr folgte ein Fackelzug durch unseren Ort, dem sich der Eröffnungsball anschloß. Am Sonntagmorgen gedachten wir um 10.00 Uhr am Ehrenmal den Gefallenen beider Weltkriege. Diese Ehrung wurde durch den MGV „Lätitia“ und des Tambourcorps Boslar festlich umrahmt. Für 18.00 Uhr hatten wir, nach gutem Erfolg im Vorjahr, zum Schlauchwerfen für Feuerwehren und Ortsvereine eingeladen. In diesem Jahr beteiligten sich zu unserer großen Freude noch mehr befreundete Wehren und Ortsvereine an diesem Wettbewerb. Den ersten Platz bei den Feuerwehren sicherte sich die Löschgruppe aus Opherten. Sieger bei den Ortsvereinen wurde die St. „Gereon“ Schützenbruderschaft aus Spiel. Der sich anschließende Feuerwehrball mit großer Verlosung beendete den Sonntag. Traditionsgemäß hatten wir am Montag, den 20.09. um 15.30 Uhr zur Kinderbelustigung unserer kleinen Kirmesbesucher eingeladen. Diese durften sich an vielen Spielen, aber auch an einen mit etlichen Schaustellern gefüllten Kirmesplatz erfreuen. Der Klompenzug zur Abholung der Klompenmajestäten setzte sich gegen 18.00 Uhr in Bewegung. Klompenprinzessin Christina v. Berg, sowie das Königspaar Silvia u. Robert Holzportz freuten sich über schönes Wetter und einer regen Beteiligung. Nach eintreffen des Klompenzuges im Festzelt startete der Klompenball mit Prämierung. Die Jury ermittelte als neue Klompenprinzessin Christiane Theune. Platz 2. Belegte Stefan Rogel. Platz drei ging an Simone v. Berg. Neues Klompenkönigspaar wurden Luise u. Georg Theune, gefolgt von Christel u. Hans Diederichs auf Platz 2 und Karin u. Willi v. Berg auf Platz 3. Die zur Unterhaltung aufspielende Band „Just for fun“ sorgte auch in diesem Jahr wieder für eine tolle Stimmung. Die Zugmusik für den Klompenzug 1994 spendierte Erich Bollenbeck.

Den Festzug in Jackerath, anläßlich der dortigen Dorfkirmes begleiteten wir am Sonntag, den 26. September.

Durch einen defekt an unserer Sirene rückten am Dienstag, den 28.09 um 2.25 Uhr nur die zu diesem Zeitpunkt mit FME ausgerüsteten Kameraden zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person nach Jackerath aus. Dort war ein PKW gegen einen Baum geprallt. Der Fahrer wurde von der Feuerwehr schwerverletzt aus dem Fahrzeug befreit. Der Sachschaden ca. 20.000,- DM.

Halb Rödingen lag am Abend des gleichen Tages im dunkeln, als dort eine Trafostation der RLK in Brand geriet. Um 23.35 Uhr rückten wir mit allen Fahrzeugen nach Rödingen aus. Als wir eintrafen stellten wir jedoch schnell fest, daß die Schadenslage nicht so ernst war, wie man sie nach dem Funkspruch vermutet hatte. Die Trafostation wurde mit einem Kohlensäurelöscher gelöscht. Sachschaden ca. 50.000,- DM.

In den frühen Morgenstunden des 29. September ereilte uns die Botschaft vom plötzlichen Tod unseres ehemaligen Brandmeisters Mathias Pistel. Wir trugen ihn am 2. Oktober zu Grabe, stellten eine Ehrenwache und legten als letzten Gruß einen Kranz nieder.

Nur durch FME alarmiert rückten wir am frühen Morgen des 13. Oktober zu einem Verkehrsunfall auf der L 12 in der Nähe der Ortschaft Ameln aus. Ein PKW war von der Fahrbahn auf den Grünstreifen geraten und hatte sich anschließend überschlagen. Der PKW blieb auf dem Dach liegen. Da der Fahrer des PKW gesucht wurde leuchteten wir die benachbarten Felder, sowie die Unfallstelle zur Spurensicherung aus. Sachschaden ca. 20.000,- DM.

Am Dienstag, den 09. November wurden wir durch FME um 3.07 Uhr zu einem PKW-Brand nach Jackerath gerufen. Der PKW brannte in voller Ausdehnung und wurde abgelöscht. Sachschaden ca. 30.000,- DM.

Den St. Martin´s Zug begleiteten wir am 11.11.93. Wir übernahmen die Zugsicherung und richteten das Feuer her. Anschließend trafen wir uns bei Dahmen´s Eck zum traditionellen Weckmann essen.

Die Gedenkfeier zum Volkstrauertag begleiteten wir am Samstag, den 12. November 93.

Am Leistungsnachweis für Feuerwehren nach den Richtlinien des Landesfeuerwehrverbandes nahmen wir am 20.11 in Stockheim mit 2 Gruppen teil. Auf die beiden Gruppen teilten sich die Kameraden Mathias Diederichs, Michael Corsten, Markus Corsten, Paul Willms, Frank Düren, Martin Roß, Guido Braun, Stefan Wirtz, Michael Höfels, Hans Diederichs, Hubert Blaesen, Manfred Hoffmann, Robert Rahmen, Georg Theune, Ludwig Theune u. Robert Holzportz teil. Für die dritte Teilnahme erhielten Michael Corsten u. Stefan Wirtz das Leistungsabzeichen in Silber.

Zu einem Verkehrsunfall mit 2 Schwerverletzten rückten wir am Samstag, den 11. Dezember zur K 37 bei Rödingen aus. Durch Schneeglätte war ein PKW gegen einen Baum geprallt. Die eingeklemmten wurden mit dem Spreitzer befreit. Der Sachschaden belief sich auf ca. 25.000,- DM.

Zu einem knapp 6 stündigen Einsatz rückten wir am Mittwoch, den 15. Dezember gegen 16:00 Uhr aus. In Mündt brannte die Scheune eines landwirtschaftlichen Anwesens in voller Ausdehnung. Ein übergreifen der Flammen auf weitere Gebäudeteile konnte verhindert werden. Durch die schlechte Wasserversorgung der Ortschaft mußte mit dem TLF zusätzliches Löschwasser im Pendelverkehr aus dem Kalrather Löschteich zur Einsatzstelle gebracht werden. Unsere befreundete Wehr aus Hottorf unterstützte o. g. Vorgehen durch ihr TLF. Als Entstehungsursache vermutet man Brandstiftung. Der Sachschaden belief sich auf ca. 300.000,- DM.

Zur Weihnachtsfeier der Aktiven waren auch in diesem Jahr wieder unsere Ehefrauen bzw. Freundinnen eingeladen. Die Weihnachtsfeier fand erstmalig in unserem neuen Gerätehaus am Samstag, den 11. Dezember statt. Für das leibliche Wohl war durch ein reichhaltiges Buffet gesorgt. Nikolaus und Hans-Muff besuchten wie in jedem Jahr die Kameraden und brachten natürlich deren besseren Hälften ein Geschenk mit.

Zu einem Frühschoppen trafen wir uns mit unserem Gründer Winand Diederichs am Sonntag, den 19. Dezember im Gerätehaus. Wir verbrachten mit ihm einige nette Stunden.

„Land unter“ hieß es zum Weihnachtsfest in Köln und in anderen Städten u. Gemeinden entlang des Rheins. Viele hundert Menschen verlebten das Weihnachtsfest in den oberen Etagen ihrer Häuser. Versorgt mit einem wärmenden Tropfen vom Gruppenführer R. Holzportz und persönlich verabschiedet durch unseren Ortsvorsteher Anton Mülfarth, rückte am ersten Weihnachtstag des Jahres um 04.30 Uhr auch unsere Löschgruppe zum Überschwemmungsgebiet nach Köln aus. Die Kameraden Martin Roß, Michael Höfels, Stefan Wirtz, Mathias Diederichs, Michael Corsten, Wolfgang Schulz, Frank Düren, Guido Braun u. Paul Willms, lösten die Kameraden aus Titz ab, die bereits am Vortag ausgerückt waren. Sie übernahmen dort deren Fahrzeug und halfen den betroffenen Familien vor Ort. Gegen 18.00 Uhr trafen sie wieder gesund in Hasselsweiler ein.

Durch eine defekte Benzinleitung brannte am letzten Tag des Jahres ´93 ein PKW auf der L 226 zwischen Titz u. Gevelsdorf. Wir wurden um 17.30 Uhr alarmiert. Der PKW wurde abgelöscht. Der Sachschaden belief sich auf ca. 30.000,- DM.

Lehrgänge, Ehrungen, Auszeichnungen u. Beförderungen.

Den Truppmann I-Lehrgang auf Gemeindeebene besuchte Frank Düren und schloß ihn erfolgreich ab.

Einen Gefährliche Stoffe u. Güter-Lehrgang auf Kreisebene absolvierten die Kameraden Michael u. Markus Corsten. Den Fortbildungslehrgang GSG belegten die Kameraden Josef Holweiler, Wolfgang Schulz u. Peter Rogel. Michael Höfels besuchte den Gruppenführer-Lehrgang auf der Landesfeuerwehrschule in Münster erfolgreich und wurde am 23.12.93 zum Brandmeister befördert. Ebenso besuchte er einen Feuerwehrtechnische Hilfe-Lehrgang Wald auf Kreisebene.

Während des Feuerwehrfestes wurden die Kameraden Martin Roß, Hans Diederichs u. Peter Rogel vom Löschgruppenführer BM R. Holzportz für 20 Jahre aktiven Dienst geehrt und erhielten einen Zinnteller mit Widmung.

Die Kameraden Paul Willms, Hubert Blaesen, Peter Rogel u. Josef Holzweiler erhielten neue Dienstgradabzeichen zum Unterbrandmeister (4 rote Balken)

Aus den Händen des Gemeindedirektors Heinz Kleinen erhielt Paul Willms das Feuerwehrehrenabzeichen in Silber. Diese Auszeichnung für 25 Jahre aktiven Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr wurde ihm während der Dienstbesprechung am 23.12.93 in Titz verliehen.

Die Löschgruppe rückte im Berichtszeitraum zu 19 Einsätzen aus. Hinzu kamen unzählige Wespeneinsätze.

Der Sachschaden belief sich auf ca. 765.000,- DM. Es waren 1 Todesopfer, sowie 6 Schwer u. 1 Leichtverletzte Person zu beklagen. An 19 Tagen wurden Übungs u. Unterrichtsstunden abgehalten. Weiterhin folgten wir 11 Einladungen befreundeter Wehren u. Vereinen.

Seit 27.11.93 wird unser Tanklöschfahrzeug in Eigenregie restauriert und ist zur Zeit nicht Einsatzbereit. Der Kostenaufwand über eine Fachfirma würde ca. 40.000,- DM betragen. Die Gemeindeverwaltung hat die Anschaffung von Ersatzteilen genehmigt. Etliche Teile müssen jedoch selbst hergestellt werden, da diese Teile im Fachhandel nicht mehr zu beziehen sind.

Der Verein besteht zur Zeit aus 169 Mitgliedern. 26 Mitglieder gehören der aktiven Löschgruppe an, wobei ein Kamerad der Jugendfeuerwehr der Gemeinde Titz zuzurechnen ist.

 

Hasselsweiler, den 22. Januar 1994

R. Holzportz             H. Blaesen

1. Schriftführer                        1. Vorsitzender